GGL fordert anpassungsfähigere Aufsichtsstrukturen im Rahmen der GlüStV 2021-Überprüfung
Dana Schulz · Sep 25, 2026

GGL fordert anpassungsfähigere Aufsichtsstrukturen im Rahmen der GlüStV 2021-Überprüfung

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat im Zuge der laufenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 eine flexiblere regulatorische Grundlage angemahnt, damit die Aufsicht mit technologischen Entwicklungen, veränderten Geschäftsmodellen und illegalen Aktivitäten Schritt halten kann. Die Behörde sieht in der derzeitigen Gesetzgebung einen Engpass, der schnelle Reaktionen erschwert, und plädiert daher für erweiterte fachliche Handlungsspielräume.
Die Überprüfung des GlüStV 2021 schreitet voran, während die GGL bereits 129 lizenzierte Betreiber und 229 autorisierte Websites überwacht. In den vergangenen Jahren haben die Durchsetzungsmaßnahmen der Behörde deutlich zugenommen, was auf eine intensivere Kontrolle des Marktes hinweist. Experten haben beobachtet, dass sich die Rahmenbedingungen im Online-Glücksspielbereich rasch verändern und die bestehenden Verfahren nicht immer ausreichen, um zeitnah einzugreifen.
Hintergründe der regulatorischen Anpassungswünsche
Die GGL argumentiert, dass die Aufsicht mit der Geschwindigkeit technischer Innovationen und neuer Angebotsformen mithalten muss, ohne jedes Mal den vollständigen Gesetzgebungsprozess durchlaufen zu müssen. Beobachter notieren, dass illegale Glücksspielangebote weiterhin aktiv bleiben und die Behörde deshalb über Instrumente verfügen sollte, die eine zügigere Reaktion ermöglichen. Die Forderung nach mehr professionellem Ermessen zielt darauf ab, dass Entscheidungen auf Grundlage aktueller Entwicklungen getroffen werden können, statt auf starre Vorgaben angewiesen zu sein.
Im September 2026 stehen weitere Beratungen an, in denen die Länder über mögliche Änderungen am Vertrag beraten werden. Die GGL hat in diesem Kontext darauf hingewiesen, dass die Zahl der überwachten Plattformen und Betreiber kontinuierlich steigt und die Ressourcen der Aufsicht entsprechend angepasst werden müssen. Daten aus den letzten Jahren zeigen eine Zunahme von Vollzugsmaßnahmen, die auf eine verstärkte Durchsetzung der geltenden Regeln hindeutet.
Aktueller Stand der Überwachung und Durchsetzung
Die GGL beaufsichtigt derzeit 129 lizenzierte Betreiber sowie 229 autorisierte Websites und hat in den vergangenen Jahren eine spürbare Steigerung der Vollzugsaktivitäten verzeichnet. Forscher und Regulierungsexperten haben festgestellt, dass diese Entwicklung auf eine zunehmende Komplexität des Marktes zurückzuführen ist. Die Behörde muss sowohl legale Angebote kontrollieren als auch gegen nicht autorisierte Plattformen vorgehen, was einen hohen Koordinationsaufwand erfordert.
Die Forderung nach größerer Anpassungsfähigkeit bezieht sich insbesondere auf die Möglichkeit, auf Veränderungen bei Geschäftsmodellen oder neuen Technologien schneller zu reagieren. Bisherige Verfahren sehen oft lange Abstimmungsprozesse zwischen den Ländern vor, die nicht immer mit der Marktdynamik Schritt halten können. Die GGL hat daher vorgeschlagen, dass fachliche Entscheidungsbefugnisse erweitert werden, um operative Handlungsfähigkeit zu verbessern.

Implikationen für den weiteren Evaluierungsprozess
Im Rahmen der Überprüfung des GlüStV 2021 wird die Position der GGL als zentraler Bestandteil der Diskussionen betrachtet. Die Behörde hat klargestellt, dass eine modernisierte Aufsichtsstruktur notwendig ist, um sowohl den Schutz der Spieler als auch die Integrität des Marktes zu gewährleisten. Statistiken zeigen, dass die Anzahl der autorisierten Angebote wächst, während gleichzeitig Maßnahmen gegen illegale Anbieter intensiviert werden.
Die Länder werden in den kommenden Monaten prüfen, inwieweit die gewünschten Handlungsspielräume in den Vertrag integriert werden können. Die GGL hat dabei betont, dass eine schnellere Reaktionsfähigkeit nicht zu Lasten der Rechtssicherheit gehen darf, sondern vielmehr eine Ergänzung der bestehenden Mechanismen darstellen soll. Beobachter haben darauf hingewiesen, dass vergleichbare Anpassungen in anderen Regulierungsbereichen bereits zu effizienteren Abläufen geführt haben.
Fazit
Die GGL hat mit ihrer Forderung nach einer anpassungsfähigeren Regulierung einen wichtigen Impuls für die laufende Evaluierung des GlüStV 2021 gesetzt. Die Überwachung von 129 lizenzierten Betreibern und 229 Websites sowie die gestiegene Zahl von Durchsetzungsmaßnahmen unterstreichen den Bedarf an flexibleren Instrumenten. Die weitere Entwicklung wird davon abhängen, wie die Länder die Vorschläge der Behörde in den kommenden Beratungen berücksichtigen.